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Gastvortrag Prof. Dr. Karin Hoff (Universität Göttingen): "Skandinavisch-deutscher Kulturtransfer zwischen den Weltkriegen am Beispiel des Briefwechsels zwischen Gustav Frenssen und Knut Hamsun"

Mittwoch, 23. Mai 2018, 12:30-14:00 OBS!, geänderter Raum: Seminarraum 2H415 (UZA II Rotunde, 1090 Wien)

 

Das große Interesse an der skandinavischen Literatur hält auch nach der Jahrhundertwende 1900 ungebrochen an. Allerdings ändert sich allmählich, aber nachhaltig der Fokus. Es sind weniger sozialrealistische Texte, die ins Deutsche übersetzt werden, sondern zunehmend solche, die einem veränderten Skandinavienbild Rechnung tragen: neuromantische Texte, in denen Landschaft, Natur, traditionelle Werte und anti-urbane Tendenzen sichtbar werden. Auch die Literaturnobelpreisvergabe spiegelt diese ideologische Richtungswende wider. Nach einem Überblick über die veränderte Übersetzungslage soll das veränderte kulturelle und politisch Klima im deutsch-skandinavischen Kulturtransfer beleuchtet werden. Als Beispiel dafür wird der weitgehend unveröffentlichte Briefwechsel zwischen dem deutschen Heimatdichter Gustav Frenssen, der in den 1920er und 1930er Jahren ein immer wieder genannter Nobelpreiskandidat war, und dem Nobelpreisträger Knut Hamsun herangezogen, beide Anhänger Hitlers und des Nationalsozialismus.

 

 

 

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